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Politisches System Neuseelands
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Verfassung
Neuseeland hat keine schriftliche Verfassung; den verfassungsrechtlichen Rahmen bilden verschiedene offizielle Dokumente (darunter bestimmte Gesetze Großbritanniens und des neuseeländischen Parlaments) sowie verfassungsrechtliche Vereinbarungen. Die meisten dieser Provisorien wurden im Constitution Act 1986 vereinigt. Es gab bereits mehrere Vorschläge, eine formelle Verfassung einzuführen, doch bisher keine ernsthaften Bemühungen dazu.
Monarchie
Neuseelands Staatschef ist die Königin von Neuseeland, zur Zeit Elizabeth II. . Die neuseeländische Monarchie ist insofern von der britischen Monarchie anders, als die Königin seit dem New Zealand Royal Titles Act (1953) offizielle Staatsgeschäfte unter dem Titel der Königin von Neuseeland und nicht als Königin von Großbritannien führt. In der Praxis werden die Aufgaben der Monarchie von einem Gouverneur-General übernommen, der auf Empfehlung des Primierministers ernannt wird. Im Moment (2005) ist Silvia Cartwright Gouverneur-General.
Von Zeit zu Zeit gabe es Vorschläge, die Monarchie abzuschaffen und stattdessen eine Republik aufzubauen. Im Gegensatz zum Nachbarland Australien, gab es in Neuseeland noch keine Bürgerabstimmung dazu, aber einige wichtige Politiker (darunter der Premierminister) glauben, die Gründung einer Republik sei unvermeidbar.
Exekutive
Das Kabinett, das sich vor dem Parlament verantworten muss, übt die exekutive Gewalt aus. (Das Kabinett ist der praktische Ersatz für den formellen exekutiven Rat). Der Premierminister ist als Oberhaupt der mehrheitsbildenden Partei(en) Vorsitzender des Kabinetts. Alle Minister im Kabinett müssen Parlamentsmitglieder sein und sind vor dem Parlament verantwortlich.
Legislative
Das neuseeländische Parlament hat nur eine Kammer, das House of
Representatives (etwa: Haus der Vertreter) mit 120 Mitgliedern. Seit 1996 gilt eine Mischung
aus Persönlichkeits- und Verhältniswahl,
wie etwa beim deutschen Bundestag; dabei ist jeder Abgeordnete entweder in einem
Wahlkreis direkt oder aus einer Parteiliste indirekt (durch Stimme für die
Partei) gewählt. Einige Sitze sind dabei speziell für
Die letzten Wahlen fanden am 27. Juli 2002 statt, spätestens am
24. September 2005
finden die nächsten statt. 2002 bildeten die neuseeländische Labour-Party
und die Progressive Party (etwa: Fortschritts-Party) die Regierungs-Koalition.
Die United Future (etwa: vereinte Zukunft) unterstützte die Regierung in
wichtigen Fragen. Die National Party war offizielle Opposition.
Jurisdiktion
Die Judikative besteht aus dem Supreme Court, dem Court Of Appeal, dem High Court, mehreren District Courts und anderen, kleineren, Gerichten. Einige Richter dürfen mehreren dieser Gerichte vorsitzen.
Das neuseeländische Recht hat drei grundliegende Quellen: das englische Common Law (etwa: gewöhnliches Recht), gewisse Statuten aus dem englischen Parlament vor 1947 (darunter die Bill of Rights), und Statuten des neuseeländischen Parlaments.
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