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Geschichte Neuseelands

Dieser Artikel beschreibt die Geschichte Neuseelands. Neuseeland ist eine der zuletzt besiedelten größeren Landmassen.

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1 Voreuropäische Besiedlung

2 Europäische Entdecker

3 Besiedlung

4 Neuzeit

 

Voreuropäische Besiedlung

Die ersten Siedler in Neuseeland waren Polynesier. Sie begründeten die dortige Maori-Kultur. Aus der Besiedlungen der Chatham-Inseln östlich von Neuseeland ging die Moriori-Kultur hervor. Ob diese Besiedlung eigenständig oder von Neuseeland aus erfolgte, ist umstritten.

Das genaue Datum der Besiedlung Neuseelands ist wie bei fast allen ähnlichen Wanderungen, über die keine verläßlichen Quellen existieren, in der Forschung umstritten. Die ersten zuverlässig datierbaren archäologischen Funde stammen aus dem späteren 14. Jahrhundert, so daß die Mehrheit der Forscher als wahrscheinlichsten Zeitraum für die erste Besiedlung die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts ansetzt. Auf diesen Zeitraum deuten auch genetische Untersuchungen von Ratten hin, deren Vorfahren von den ersten Einwanderern nach Neuseeland neu eingeführt wurden.

Die Besiedlung durch den Menschen und die von ihm mitgebrachten Tiere führte binnen kurzer Zeit zum Aussterben zahlreicher einheimischer Tierarten, darunter die weltgrößte Adler- (Haastadler) und Straußenvogel-Art Moa).

Europäische Entdecker

Der erste europäische Entdecker, der Neuseeland erreichte, war der in den Niederlanden gestartete Abel Tasman. Tasman landete im Dezember 1642 im Norden der Südinsel in der heutigen Golden Bay, wurde aber von den Maori angegriffen und floh wieder. Er nannte das Land "Nieuw Zeeland" und skizzierte Teile der West-Küste der beiden Hauptinseln.

James Cooks ausgedehnte Entdeckungsfahrten ab 1769 führten in den 1790er Jahren und danach zu einer beachtlichen europäischen Kolonisierung. Cook kehrte später in beiden folgenden Pazifik-Erkunden nach Neuseeland zurück.

Besiedlung

Im Gegensatz zu Australien wurde Neuseeland ausschließlich von freien Siedlern kolonisiert.

1814 brachten die ersten Missionare erstmals in der Geschichte Neuseelands Säugetiere wie Schafe,Rinder und Pferde ins Land. In Taranaki und Wanganui kam es 1819 zu den ersten schweren Auseinandersetzungen zwischen den Maori und den europäischen Einwanderern. Diese Unruhen sollten bis ins Jahr 1833 weitergehen, bis der Gesandte James Busby von der britischen Krone nach Neuseeland geschickt wurde.

Im Vertrag von Waitangi erkannten 1840 die Maori-Häuptlinge offiziell die Souveränität der britischen Krone an. In den folgenden Jahren kam es durch die systematische Besetzung durch die Europäer zu fortwährenden Spannungen mit den Maori, die 1843 im Beginn der Maori-Kriege mündeten. Die Kämpfe endeten erst im Jahre 1846/1847. 1858 wurde Potatau zum ersten König der Maori ernannt, um so gegen England vorzugehen. Zwischen 1860-1872 kam es daraufhin zu den sog. Maori-Kriegen. 1867 erhalten die Maori erstmals das Wahlrecht und 4 Sitze im Parlament.

Neuzeit

Die Hauptstadt wurde 1841 von Okiato nach Auckland und später nach Wellington verlegt. 1852 gewährte England Neuseeland im New Zealand Constitution Act mehr Unabhängigkeit von der Krone und eine Selbstverwaltung. Bereits 1893 kam es in Neuseeland zur weltweit ersten Einführung des Frauenwahlrechts, 26 Jahre nachdem die Maori das Wahlrecht erhalten hatten.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Kolonie Neuseeland 1907 in ein Dominion umgewandelt. Sieben Jahre später besetzte die neuseeländische Armee im Rahmen des Ersten Weltkriegs die deutsche Kolonie Samoa.

1947 erfolgt die Anerkennung des Westminster-Statutes in deren Folge eine eigene Außenpolitik und ein eigenes Außenministerium aufgebaut wurde. 1948 kam es zur Einführung einer eigenständigen Staatsangehörigkeit. 1951 war Neuseeland Mitbegründer des ANZUS-Sicherheitspakts (mit Australien und den USA).

Neuseeland verfolgte im Lauf der Zeit eine eigene Anti-Atom Politik, die 1984 zur Suspendierung des ANZUS-Sicherheitspakts durch die USA führte. Die USA blieben Neuseeland jedoch politisch eng verbunden.

Laut der Volkszählung von 2001 beträgt die Bevölkerungszahl Neuseelands ungefähr 3,8 Millionen. Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung Neuseelands jetzt europäischer Herkunft ist, sind Maori und Bewohner der pazifischen Inseln die zweit- und drittgrößten ethnischen Gruppen; die Maori-Kultur ist weiterhin ein herausragendes Merkmal im öffentlichen Leben Neuseelands.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Geschichte Neuseelands" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 
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