Neuseeland entdecken
Neuseeland
Neuseeland (englisch New Zealand, maori Aotearoa) ist
ein Inselstaat im Pazifischen Ozean. Er liegt etwa 2.000 km südöstlich von
Australien und wird dem australischen Kontinent zugerechnet.
Neuseeland umfasst neben vielen kleineren eine Nord- und eine
Südinsel. Größte Städte sind Auckland
(rund 1.200.000 Einwohner), Hamilton (100.000 Einwohner) und die
Hauptstadt Wellington (rund 300.000 Einwohner)
auf der Nordinsel, sowie Christchurch (300.000) und Dunedin (100.000)
auf der Südinsel.
Insgesamt hat Neuseeland etwa 4 Mio. Einwohner (drei auf der Nord- und
eine Mio. Einwohner auf der Südinsel) oder 15 Einwohner pro km² im
Vergleich zu etwa 82,5 Mio. Einwohnern beziehungsweise 231 Einwohnern
pro km² in Deutschland.
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Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Hauptartikel:
Neuseeland wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhundert von Polynesiern entdeckt und besiedelt. Die ersten Europäer, die Neuseeland erblickten, war die Mannschaft einer Expedition unter Leitung des Holländers Abel Tasman. Zum ersten Mal Neuseeländischen Boden betraten Europäer 1769 während einer Expedition unter James Cook.
1840 erkannten die
Im ersten Weltkrieg wurde die Kolonie
Samoa von neuseeländischen Truppen besetzt. Seit 1948 ist Neuseeland ein
eigenständiger Staat. 1967 wurde der
Wegen Differenzen über Neuseelands Anti-Atompolitik erfolgte die Suspendierung des ANZUS
-Sicherheitspakts durch die USA im Jahr 1984. Das Greenpeace-Flaggschiff Rainbow
Warrior wird 1985 im Hafen von Auckland von französischen Geheimagenten versenkt,
zwei Jahre später erklärt sich Neuseeland zur atomfreien Zone. 1996 erfolgen erste
Parlamentswahlen nach einem neuen,
gemischten Verhältniswahlrecht nach deutschem Muster. 1999 enden die
Parlamentswahlen mit einem Sieg der Arbeiterpartei. Die neue Premierministerin
Helen Clark bildet eine Minderheitsregierung, die bei den Parlamentswahlen von
2002 im Amt bestätigt wird.
Politik
Hauptartikel:
Neuseeland ist eine unabhängige parlamentarische Monarchie, die sich am
britischen Vorbild orientiert, wobei es jedoch nur eine Kammer (also kein
Oberhaus) gibt. Das Parlament besteht aus 120 Abgeordneten, die alle drei
Jahre gewählt werden. Eine kleine Anzahl von Sitzen im Parlament ist dabei für
Seit 1996 wird nach dem Verhältniswahlrecht gewählt, das das zuvor
angewandte Mehrheitswahlrecht nach englischem Vorbild ablöste.
Die Exekutive in Form eines zwanzigköpfigen Kabinetts wird von dem Premierminister geführt. Derzeit ist dies Helen Elizabeth Clark, die von einer Koalition aus Labour Party und Alliance Party unterstützt wird. Als dieser Artikel verfasst wurde, befanden sich im Parlament Neuseelands fünf weitere Parteien. Neuseelands Staatsoberhaupt ist Königin Elizabeth II. in ihrer Funktion als Königin von Neuseeland, die vom Generalgouverneur, Dame Silvia Cartwright, repräsentiert wird.
Unterhalb der nationalen Ebene wird die Verwaltung in Neuseeland durch zwölf
Außenpolitisch hat sich Neuseeland einerseits durch seine regelmäßige Beteiligung an Kriegen auf Seiten Großbritanniens profiliert. Das militärische Verteidigungsbündnis ANZUS mit den USA und Australien war zwischenzeitlich wegen der strikten Anti-Atom-Politik Neuseelands, in deren Rahmen sich das Land auch gegen die französischen Atomtests im Südpazifik stark machte, ausgesetzt.
Nationalfeiertag ist seit 1960 der 6. Februar (Waitangi Day), der an den
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Staatsoberhäupter |
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Regierungszeit |
Name |
Dynastie |
Lebensdaten |
|
1837-1901 |
Viktoria I. |
Hannover |
1819-1901 |
|
1901-1910 |
Edward VII. |
Sachsen-Coburg |
1841-1910 |
|
1910-1936 |
George V. |
Windsor |
1864-1936 |
|
1936 |
Edward VIII. |
Windsor |
1894-1972 |
|
1936-1952 |
George VI. |
Windsor |
1895-1952 |
|
seit 1952 |
Elizabeth II. |
Windsor |
seit 1926 |
siehe auch:
Geographie
Neuseeland (in der Sprache der
Es ist ein Land mit gemäßigtem Klima, das im Südwesten des Pazifiks
liegt.
Neuseeland besteht aus zwei Hauptinseln, die durch die Cookstraße voneinander getrennt werden, und einer Anzahl kleinerer Inseln in der Südsee und im sub-antarktischen Gebiet, von denen einige recht weit entfernt liegen, wie beispielsweise die Chatham-Inseln. Unmittelbar südlich der Südinsel liegt Stewart Island. Das Land erstreckt sich entlang der nord-nordöstlichen Hauptachse über mehr als 1.600 km. Die gesamte Landfläche Neuseelands, 270.500 km², ist etwas kleiner als die Japans oder der britischen Inseln.
Die Südinsel ist zwar die größere der beiden
ungleichen Inseln, aber auch von weniger Menschen bewohnt. Ihr Gesicht wird von
den
Insgesamt sind achtzehn Gipfel höher als
3.000 m. Westlich dieser Wolkenbarriere erstreckt sich ein schmaler
Streifen Land, im Süden mit zahlreichen Fjorden. Auf dieser Seite wächst
eindrucksvoller Regenwald, während die Ostseite mit ihren weiten Ebenen
insbesondere Ackerbau und Viehzucht dient. Die größte Stadt der Südinsel ist
Christchurch an der Ostküste.
Die Nordinsel steht ganz im Zeichen der
Vulkane. Das Hochland im Zentrum der Insel wird von den Bergen des Tongariro
National Park beherrscht, der westliche Ausleger vom Taranaki. Der höchste Berg
der Nordinsel ist der Ruapehu (2.797 m), ein aktiver Stratovulkan.
In Richtung der Bay of Plenty nördlich des Zentrums ist die Erdkruste dünn wie
kaum anderswo auf der Welt, so dass hier geothermische Aktivitäten jeglicher
Couleur anzutreffen sind.
Siehe auch:
Klima
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Temperatur |
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Niederschlag |
||||||
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März |
Juni |
Sept. |
Dez. |
|
März |
Juni |
Sept. |
Dez. |
|
19 |
12 |
13 |
18 |
Auckland |
80 |
135 |
105 |
80 |
|
15 |
7 |
10 |
16 |
Christchurch |
50 |
60 |
50 |
55 |
|
13 |
7 |
9 |
14 |
Dunedin |
75 |
80 |
70 |
85 |
|
17 |
10 |
11 |
16 |
Wellington |
80 |
120 |
95 |
90 |
Neuseeland liegt in den gemäßigten Breiten der Südhalbkugel, so dass das Klima mild ist. Dank der großen das Land umgebenden Wassermassen halten sich die Temperaturschwankungen in Grenzen. Im Flachland schwanken die durchschnittlichen Temperaturen im Norden zwischen etwa 10 °C im Winter und 20 °C im Sommer. Im Süden liegen die Temperaturen etwa 5 °C darunter. Insgesamt sind westliche Winde vorherrschend, da Neuseeland in einer Zone starker westlicher Winde, den weitgehend kontinuierlich wehenden Roaring Forties liegt. Dadurch bedingt regnen die über der Tasman-See angesammelten Wassermassen an den Bergen ab. Die Durchschnittswerte liegen im Westen der Südinsel bei über 7.000 mm pro Jahr, auf der Ostseite der Berge ist es erheblich trockener.
Fauna
Aufgrund der verhältnismäßigen Isolation hat sich in Neuseeland ein
einzigartiges Ökosystem entwickelt, dessen herausragendstes Merkmal vor der
polynesischen Kolonisation das Fehlen jeglicher Art von Landsäugetieren war,
ausgenommen von drei Arten
neuseeländischer Fledermäuse.
Viele der Nischen, die normalerweise von Säugetieren besetzt würden,
sind von Vögeln belegt worden. Zu den flugunfähigen Vögeln gehören Kakapo,
Kiwi, Takahe,Weka und der ausgestorbene Moa.
Einige dieser Arten
kommen nur noch auf raubtierfreien Inseln vor der Küste Neuseelands vor.
Weniger Probleme haben die kräftigen Papageienarten Kea
und Kaka.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Vögel, die über die riesigen Weiten des
Pazifiks fliegen, um Teile des Jahres in Neuseeland zu verbringen, wie der
Westlandsturmvogel. Auch Königsalbatrosse und Australtölpel nisten hier. Die Küsten teilen
sich verschiedene Pinguin-Arten wie der Dickschnabelpinguin, der
Gelbaugenpinguin und der Zwergpinguin mit Neuseeländischen Pelzrobben,
Elephantenrobben und Neuseeländischen Seelöwen. Vor den Küsten schließlich sind
Delfine und Wale anzutreffen. Vor der neuseeländischen Küste gibt es eine seltene
Kleindelfinart, die Hektordelfin genannt wird.
In etwa zehn Generationen wird
sie wahrscheinlich ausgestorben sein. Des Weiteren ist Neuseeland die Heimat
des Tuatara (auch Tuatera genannt), einer uralten Reptilien,
und des Insekts,
das bis zu 8 cm oder länger werden kann.
Die Ankunft erst der
Flora
Als die Europäer ins Land kamen, waren etwa 70 % der Landesfläche
bewaldet. Mittlerweile sind noch etwa 15 % des Landes von einheimischen
Wäldern bedeckt, dazu kommen weitere etwa 5 % Fläche mit schnellwachsenden
importierten Bäumen wie Monterey Pine (Pinus radiata) und Redwood
für die neuseeländische Forstwirtschaft. Wesentliche Teile der ursprünglichen
Wälder stehen unter Naturschutz, zu guten Teilen in
Zu den bemerkenswertesten Bäumen gehören im Norden der Kauri. Sie sind wie die meisten anderen Bäume immergrün, wie beispielsweise die Südbuchenarten, die hauptsächlich auf der Südinsel anzutreffen sind. Ebenfalls zu den größeren Bäumen gehören die Podocarpaceen, die in tieferen Lagen beider Inseln vorkommen, sowie die Nikau-Palme. Besonders auffällig sind schließlich noch der Pohutukawa und der Cabbage Tree. In den niederschlagsreichen Gebieten insbesondere im Westen der Südinsel prägen Regenwälder das Bild. Die dort vorherrschenden Rimu und Südbuchen sind in vielen Fällen von Epiphyten wie dem Rata umschlungen. Unterhalb des dichten Walddaches machen sich zahlreiche, meist endemische Farne breit. Am imposantesten sind zweifellos die Baumfarne, die bis über 10 Meter hoch werden. Der bekannteste unter den Farnen ist der Ponga oder Silberfarn.
Wirtschaft und Verkehr
Seit Beginn der europäischen Besiedlung ist die Landwirtschaft in Form der Schafzucht ein wichtiges Standbein der neuseeländischen Gesellschaft. Zunächst dienten Schafe ausschließlich als Wolllieferant, seit den 1880er Jahren, als der Export per Kühlschiff möglich wurde, zusätzlich als Fleischlieferant. Zwischenzeitlich hatte Neuseeland in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen Goldrausch auf der Südinsel und eine Wirtschaftskrise wegen einbrechender Wollpreise miterlebt. Dennoch blieb die Landwirtschaft über lange Zeit der bedeutendste Wirtschaftszweig. Wichtigster Handelspartner auch für Molkereiprodukte, Obst und Früchte war trotz der großen Entfernungen, bis dessen EG-Beitritt Neuseeland in den 1970er Jahren in eine Wirtschaftskrise stürzte.
In den folgenden Jahren wurde der Wohlfahrtsstaat "verschlankt", so dass Neuseeland mittlerweile ein modernes, industrialisiertes Land ist, das zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt zählt. Subventionen wurden radikal gestrichen, die Sozialsysteme stark zurückgebaut. Außerdem wurden zahlreiche staatliche Einrichtungen wie die Eisenbahngesellschaft privatisiert. Die Arbeitslosenquote stieg trotz dieser Maßnahmen zunächst bis auf 15 %; dann aber folgte ein steiler Aufschwung, so dass Neuseeland 1996 ohne Probleme die Beitrittskriterien zum Euro erfüllt hätte.
Mittlerweile sind Australien, Japan, die USA sowie die ostasiatischen Tigerstaaten die wichtigsten Handelspartner. Die Wirtschaftskrise in Ostasien 1998/1999 hat daher auch Neuseeland einigermaßen schwer getroffen. Die bedeutendsten Haupt-Exportindustrien derzeit die Agrarwirtschaft, Gartenbau, Fischerei, Forstwirtschaft. Weiterhin besitzt Neuseeland nennenswerte produzierende Tourismus- und Dienstleistungsindustrien.
Neuseeland ist verkehrsmäßig (im Hinblick auf die dünne Besiedelung) sehr gut erschlossen. In Neuseeland gilt der Linksverkehr. Eine besondere Bedeutung auf Grund der Insellage besitzt der Küstenschiffsverkehr und der Luftverkehr. Zwischen der Nord- und der Südinsel verkehren Auto-Eisenbahnfähre.
Bevölkerung
Nach den Daten der letzten Volkszählung besteht die Bevölkerung Neuseelands zu ungefähr 80 % aus Nachfahren europäischer (vor allem britischer) Einwanderer. Die zweitgrößte Gruppe bilden die indigenen Maori zu denen sich rund 15 % der Einwohner zählen. Weitere größere ethnische Gruppen von Einwanderern stammen aus Asien (ca. 6,6 %) und von den polynesichen Inseln (ca. 6,5 %). Bei diesen Zahlen ist zu beachten, dass es in Neuseeland einer Person möglich ist sich mehreren ethnischen Gruppen zuzuordnen.
Religion, Sprache, Kultur
Umgangssprache ist Englisch. Amtssprache ist zusätzlich
Auf den Inseln Neuseelands wurde die mit siebzehn Oscars
prämierte Trilogie "
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